Frauenkapelle

Torhaus und Frauenkapelle
Torhaus und Frauenkapelle

Große Teile der das Klosterareal umgebenden Mauer sowie das Untergeschoss des ehemaligen Torhauses stammen aus der Zeit der Klostergründung. Neben der Pförtnerstube befanden sich hier Räume für Gäste und Pilger.

Die vor dem Pförtnerhaus gelegene und ursprünglich von der Klostermauer eingeschlossene Fremden- oder Frauenkapelle wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts errichtet. Ihre Westfassade öffnete sich mit einem spitzbogigen Portal, das fast die ganze Breite der Kapelle einnahm.

Frauenkapelle

Als Saalkirche errichtet, ist die Kapelle von einem leicht gebusten zweijochigen Kreuzgratgewölbe überspannt. Das aus Steinplatten herausgearbeitete Maßwerk der zweibahnigen Fenster ist ein Rückgriff auf frühe Maßwerkformen.

Fremde, denen der Zutritt zum Kloster verwehrt war, konnten hier aus der überbauten Vorhalle, deren Arkaden zu jener Zeit nicht vermauert waren, an Feiern der Heiligen Messe teilnehmen. Heute betritt man die Kapelle durch eine Tür in der Ostwand der ehemaligen Vorhalle und einen im 15. Jahrhundert mit aufsitzendem Dachreiter errichteten Zwischenbau.