Internationaler Riddagshäuser Orgelsommer IV

21. Juli 2019 - 17:00 Uhr

Internationaler Riddagshäuser Orgelsommer IV - 14. Juli 2019 um 17 Uhr

Alexander Fiseisky
Professor Alexander Fiseisky wurde in Moskau geboren, absolvierte am dortigen Konservatorium sein Studium in den Fächern Klavier und Orgel mit Auszeichnung und gilt heute als der bedeutendste und einflussreichste Organist Russlands. Er ist Solo-Organist der Moskauer Staatlichen Philharmonischen Gesellschaft, Leiter der Orgelabteilung an der Russischen Gnessin Musikakademie, Präsident des Wladimir Odojewskij Orgelkunstzentrums, Berater bei Orgelneubauten, künstlerischer Direktor vieler internationaler Orgelfestivals, Organisator der internationalen wissenschaftlichen Konferenzen, Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben. Er konzertierte in mehr als 30 Ländern. Im Bachjahr 2000 führte er in Deutschland viermal das Gesamtorgelwerk von J. S. Bach auf, davon zweimal im Rahmen der EXPO 2000 in Hannover, und in Düsseldorf an einem einzigen Tag als Bach-Marathon. Hierfür wurde in Moskau eine Eintragung ins Buch Rekorde des Planeten Erde vorgenommen. In Händeljahr 2009 kamen in Moskau und Hannover alle Konzerte für Orgel und Orchestra von G. F. Händel, gemeinsam mit dem Gnessin Barock Orchester zur Aufführung.  Ihm sind zahlreiche Werke zeitgenössischer Komponisten gewidmet, und seine musikwissenschaftlichen Veröffentlichungen finden starke Beachtung im In- und Ausland. Im Jahr 1997 wurde er von Präsident Jelzin mit dem Titel "Verdienter Künstler Russlands“ ausgezeichnet. Im Jahr 2010 ehrte ihn der Moskauer Komponistenverband mit der Goldenen Medaille für seine Anstrengungen bei der Weiterverbreitung moderner Musik.

Voraussichtliches Konzertprogramm:
Dieterich Buxtehude (um 1637-1707)
Praeludium in F, BuxWV 145
Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621)
Fantasia in d (auf die Manier eines Echo)
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Fantasie und Fuge a-Moll BWV 561
Fantasie C-Dur BWV 570
Choralbearbeitungen:
„Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich“ BWV 732
„Aus der Tiefe rufe ich“ BWV 745
Fantasie (Piéce d’orgue) G-Dur BWV 572
F. Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Choral und Variation Herzlich tut mich verlangen
Sonate c-Moll op. 65 Nr. 2
Grave – Adagio – Allegro maestoso e vivace – Fuga. Allegro moderato
Johannes Brahms (1833-1899)
Zwei Choralbearbeitungen aus op. 122 über „Herzlich tut mich verlangen“
Wladimir Odojewskij (1804-1869)
Gebet ohne Worte
Constantin Homilius (1840-1918?)
Praeludium G-Dur

Der Eintritt ist kostenlos - aber gewiss umsonst!



Seit 2003 erfreut sich der „Internationale Riddagshäuser Orgelsommer“ großer Beliebtheit in Braunschweig und über die Stadtgrenzen hinaus. Besuchszahlen mit bis zu 500 Zuhörern sprechen eine deutliche Sprache über den Zuspruch. Die Klosterkirche mit ihrer einzigartigen Akustik, aber auch das umgebende Ambiente des Klostergartens und des Riddagshäuser Teichgebietes, Europareservat für Vogelschutz, locken Besucherinnen und Besucher auf ihre jeweils eigene Weise. Hier lässt sich Natur mit Kultur auf besondere Weise verbinden - in diesem Sinn sollen die Konzerte auf gute Weise unterhalten und auch immer wieder musikalische Entdeckungen ermöglichen. Der „Internationale Riddagshäuser Orgelsommer“ hat auch in 2019 wieder ein Thema. In diesem Jahr wird nicht nur die Führer-Orgel 40 Jahre alt, sondern wir blicken auf eine 400-jährige Orgelgeschichte der Klosterkirche zurück. 1619 baute Heinrich Compenius der Jüngere die erste Orgel der Klosterkirche. Sie ist gut dokumentiert in der "De Orgonographia“ (1619),  dem 2. Band des Syntagma musicum des Wolfenbütteler Hofkapellmeisters, Organisten, Komponisten und Gelehrten Michael Praetorius (1571-1621).  Aus diesem Anlass und Dank der Unterstützung der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz konnten hochrangige Gäste eingeladen werden, mit Ihrer Musik ein Orgel-Feuerwerk zu entzünden. Sie werden Musik sowohl aus ihren Heimatländern vorstellen, als auch die große europäische Musik und das Werk von Johann Sebastian Bach. Hochvirtuoses für die Orgel, die Kunst der Bearbeitung (Transkription) und auch die Kunst der Improvisation, die eigentlich zum Fundament des Orgelspiels an sich und zu den ältesten Formen der Orgelspielkunst gehört.