Internationaler Riddagshäuser Orgelsommer V

28. Juli 2019 - 17:00 Uhr

Internationaler Riddagshäuser Orgelsommer V - 28. Juli 2019 um 17 Uhr

Stephen Tharp
Prof. Stephen Tharp studierte Orgel und Klavier in Illinois/USA, Haarlem/NL und Paris, unter anderem bei Wolfgang Rübsam, Gillian Weir und Jean Guillou. Tharp war von 1995–1997 Associate Organist der St. Patrick’s Cathedral in New York City; seit 2014 ist er Artist-in-Residence an der St. James Church Madison Avenue. 2005 und 2011 wurden von 'Pipedreams' zwei Sendungen ausgestrahlt, die ausschließlich seiner Karriere gewidmet sind. Im April 2008 wurde Tharp zum Offiziellen Organisten anlässlich der Apostolischen Reise Papst Benedikts XVI in New York berufen. 2009 wurde er mit dem Deutschen Schallplattenpreis für die Aufnahme des Gesamtwerks von Jeanne Demessieux ausgezeichnet. 2012 erhielt er den Preis "2011 International Performer of the Year Award" des New York City Verbundes der American Guild of Organists (AGO) und 2015 den Paul Creston Award für herausragende Errungenschaften in der Kirchenmusik und darstellenden Kunst. Stephen Tharp ist seit 20 Jahren gefragter Konzertorganist in den USA und in Europa (über 1500 Konzerte und 45 internationale Tourneen) sowie Komponist (unter anderem Auftragswerk für die Einweihung der neuen Hochdruckregister des Kölner Domes am Ostersonntag 2006). Insgesamt 14 Solo-CD-Aufnahmen sind bei Labels wie JAV Recordings, Naxos, organum, Ethereal und AEOLUS erschienen.    
Stephen Tharp wird als "der beste Organist in Amerika" (The Diapason) gefeiert. Sein Orgelspiel ist virtuos, farbenreich und brillant. Er ist Artist-in-Residence an der St. James Episcopal Church Madison Avenue in New York City.

Voraussichtliches Konzertprogramm:
Georg Friedrich Händel (1685-1957)
Aus der „Feuerwerksmusik“ (1748)
- Overture
- Bourrée
- La Paix
- La Rejouissance
- Menuet I & II
(Transkription: Stephen Tharp)
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Choralbearbeitung „An Wasserflüssen Babylon“ BWV 653
Präludium und Fuge e-moll, BWV 548
Johannes Brahms (1833-1897)
Choralvorspiel „Schmücke dich, o liebe Seele“ Op. 122 Nr. 5
William Albright (1944-1998)
Auswahl aus dem „Organbook III“ (1978)
- Recitative-Chorale
- Underground Streams
- Nocturne
- Finale
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903
(Orgelbearbeitung: Stephen Tharp)


Der Eintritt ist kostenlos - aber gewiss umsonst!



Seit 2003 erfreut sich der „Internationale Riddagshäuser Orgelsommer“ großer Beliebtheit in Braunschweig und über die Stadtgrenzen hinaus. Besuchszahlen mit bis zu 500 Zuhörern sprechen eine deutliche Sprache über den Zuspruch. Die Klosterkirche mit ihrer einzigartigen Akustik, aber auch das umgebende Ambiente des Klostergartens und des Riddagshäuser Teichgebietes, Europareservat für Vogelschutz, locken Besucherinnen und Besucher auf ihre jeweils eigene Weise. Hier lässt sich Natur mit Kultur auf besondere Weise verbinden - in diesem Sinn sollen die Konzerte auf gute Weise unterhalten und auch immer wieder musikalische Entdeckungen ermöglichen. Der „Internationale Riddagshäuser Orgelsommer“ hat auch in 2019 wieder ein Thema. In diesem Jahr wird nicht nur die Führer-Orgel 40 Jahre alt, sondern wir blicken auf eine 400-jährige Orgelgeschichte der Klosterkirche zurück. 1619 baute Heinrich Compenius der Jüngere die erste Orgel der Klosterkirche. Sie ist gut dokumentiert in der "De Orgonographia“ (1619),  dem 2. Band des Syntagma musicum des Wolfenbütteler Hofkapellmeisters, Organisten, Komponisten und Gelehrten Michael Praetorius (1571-1621).  Aus diesem Anlass und Dank der Unterstützung der Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz konnten hochrangige Gäste eingeladen werden, mit Ihrer Musik ein Orgel-Feuerwerk zu entzünden. Sie werden Musik sowohl aus ihren Heimatländern vorstellen, als auch die große europäische Musik und das Werk von Johann Sebastian Bach. Hochvirtuoses für die Orgel, die Kunst der Bearbeitung (Transkription) und auch die Kunst der Improvisation, die eigentlich zum Fundament des Orgelspiels an sich gehört und zu den ältesten Formen der Orgelspielkunst gehört.